Mittwoch, Februar 10, 2010

Rückblick - Max Bense - ein Vordenker des Computerzeitalters


Bild: dpa
Max Bense der erste Theoretiker der konkreten Poesie und Inaugurator moderner Medientheorie und Technikphilosophie wurde in Stuttgart gefeiert.

Die Veranstaltung: Rückblick der Uni Stuttgart
http://www.uni-stuttgart.de/

Weitere Infos: Stuttgarter Nachrichten
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/


DPA [dpa.de]
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Dienstag, Februar 09, 2010

Wasser des Lebens. . . [Astronomie]

 
Künstlerische Darstellung des jungen Sterns NGC 1333 IRAS4B

 

Eine künstlerische Darstellung des jungen Sterns NGC 1333 IRAS4B. Wissenschaftler glauben, dass in der Scheibe die Planeten eines Sonnensystems entstehen. Erstmals haben sie dort auch große Wassermengen nachgewiesen.






Max - Planck - Gesellschaft - Pressemitteilung:

Lebenselixier im All

In der Scheibe um einen jungen Stern orten Forscher erstmals große Mengen von Wasser.

Wasser gilt als Elixier des Lebens - und das Weltall ist voll davon. Jetzt haben Wissenschaftler das kostbare Element in einer Scheibe um einen jungen Stern vom Typ unserer Sonne gefunden. Die Scheibe, in der später vermutlich Planeten geboren werden, beinhaltet hundertmal mehr Wasser als alle Ozeane der Erde zusammen. Die Beobachtungen gelangen mit dem IRAM-Interferometer und werfen ein Licht auf die rätselhafte Herkunft von Wasser in unserem eigenen Sonnensystem (The Astrophysical Journal, 10. Februar 2010).


Max Planck Gesellschaft

http://www.iram-institute.org/

http://de.arxiv.org/abs/1001.1532v1



Erinnert sehr an die "Schöpfungsgeschichte" der Erde !
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Zitate


Ironie ist keine Waffe, eher ein Trost der Ohnmächtigen.


"Neu -
das ist in der Regel nur,
was einer Generation neu vorkommt."
Aus - Argumente und Rezepte.
Ein Wörter-Buch für Zeitgenossen

Ludwig Marcuse,
deutscher Literaturkritiker und Philosoph . . .
(* 1894 - † 1971)

"suchen | finden"

hierzu sagt Hermann Hesse:


















Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht, daß sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht,
daß er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur an das Gesuchte denkt,
weil er ein Ziel hat, weil er von Ziel besessen ist.

Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben.

Hermann Hesse, Siddhartha

und Pablo Picasso:

Ich suche nicht - ich finde,

Suchen,
das ist das Ausgehen
von alten Beständen
und ein Findenwollen
von bereits Bekanntem im Neuen.

Finden,
das ist das völlig Neue
auch in der Bewegung
Alle Wege sind offen,
und was gefunden wird, ist unbekannt.

Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer.
Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich
nur jene auf sich nehmen,
die im Ungeborgenen sich geborgen wissen,
die in die Ungewissheit,
in die Führerlosigkeit geführt werden,
die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen,
die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht -
menschlich beschränkt und eingeengt -
das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis,
für jedes neue Erleben im Außen und Innen:
Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen,
der in aller Angst des Loslassens
doch die Gnade des Gehaltenseins
im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

Pablo Picasso
"Ich suche nicht, ich finde"
heißt das vielleicht berühmteste Bonmot Picassos. Es sagt viel über die Arbeitsweise, das Selbstbild und auch den Erfolg des unermüdlichen Gestalters aus. Nicht der Weg war für Picasso das Ziel, keine zweiflerischen Standortbestimmungen bremsten die Energieströme, statt dem Ausruhen auf dem Erreichten stand der ununterbrochene Aufbruch. "Wenn man ganz genau weiß, was man machen will, wozu soll man es dann überhaupt noch machen? Da man es ja bereits weiß, ist es ganz ohne Interesse. Besser ist es dann, etwas ganz Neues zu machen." Dieser Lehrsatz gegen alles Arrivierte, Redundante und Gesättigte mag Picasso auch deshalb so leicht von den Lippen gegangen sein, weil ihm alles gelang, was er künstlerisch anfasste. Ob Skulptur oder Lithografie, grober Pinselstrich oder feine Tuschlinie, kubistische Abstraktion oder akademische Skizze – Picassos Kunst kannte viele Spielarten. Konstanten gibt es vor allem bei den Motiven: den vielen Frauen (mal kubistisch verschachtelt, mal monumental, später gern entblößt), den Gestalten aus der Mythologie (Faun, Zentaur), den Tieren (Stiere, Pferde, Tauben) und Gegenständen (Gitarre, Stuhl). Diese – konkreten – Motive blieben trotz aller Wandlungen erhalten und erfuhren zahlreiche künstlerische Metamorphosen. Dass trotz der Vielfalt das Wiedererkennen immer gelingt, dass dennoch alles unverwechselbar Picasso ist, darf als beste Bestätigung des "Je ne cherche pas, je trouve" gelten.
http://www.br-online.de/wissen-bildung/collegeradio/medien/ethik/picasso/hintergrund/
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Rilke - Bücher im Netz . . .

 
Rainer Maria Rilke Fotografie Hertha Koenig


Rainer Maria Rilke: Das Buch der Bilder
Auszug:

Erinnerung

Und du wartest, erwartest das Eine,
das dein Leben unendlich vermehrt;
das Mächtige, Ungemeine,
das Erwachen der Steine,
Tiefen, dir zugekehrt.

Es dämmern im Bücherständer
die Bände in Gold und Braun;
und du denkst an durchfahrene Länder,
an Bilder, an die Gewänder
wiederverlorener Fraun.

Und da weißt du auf einmal: das war es.
Du erhebst dich, und vor dir steht
eines vergangenen Jahres
Angst und Gestalt und Gebet.

http://www.digbib.org/Rainer_Maria_Rilke_1875/Das_Buch_der_Bilder

Die Letzten von Rainer Maria Rilke
Project Gutenberg 
http://www.gutenberg.org/etext/31199 
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Montag, Februar 08, 2010

Staatsgalerie Stuttgart - Neu:


Ausstellung: Brücke Bauhaus Blauer Reiter - VorabinfoSchätze der Sammlung Max Fischer
06.03. – 20.06.2010

Expressionistische Kunst im Fokus
Ausstellung in der Staatsgalerie vom 6. März bis 20. Juni 2010

07.02.2010 Stuttgart - Die Staatsgalerie Stuttgart feiert vom 6. März an einen Glücksgriff: In der Ausstellung «Brücke Bauhaus Blauer Reiter» stellt sie erstmals rund 180 der etwa 250 expressionistischen Werke der «Sammlung Max Fischer» vor, die dem Museum Ende 2008 als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurde. Originale Handzeichnungen und Druckgrafiken von Ernst Ludwig Kirchner werden dabei sein, Holzschnitte und Lithographien von Edvard Munch sowie Ölgemälde von Max Beckmann, Oskar Kokoschka, Franz Marc, Emil Nolde und anderen Meistern der gefühlsstarken Kunst.

«Die Dauerleihgabe ist für uns schon eine Sensation», sagte eine Sprecherin der Staatsgalerie. Zuletzt hatten sie ihrer Einschätzung nach 1998 eine vergleichbare Sammlung zur Verfügung gestellt bekommen. Dadurch, dass die Staatsgalerie einen so großen Teil der Werke in der Sonderausstellung zeige, wolle sie auch das künstlerische Gespür des Sammlers würdigen.

Der Chemiker und Unternehmer Max Fischer (1886-1975) hatte die heute hoch geschätzten Arbeiten seit 1920 zusammengetragen. «Er pflegte Kontakte zur Stuttgarter Kunstszene und zu anderen Sammlern», sagte die Sprecherin. Seine Erben, die anonym bleiben möchten, haben die Werke schließlich dem Museum auf unbestimmte Zeit anvertraut.

Die Sonderausstellung dauert bis zum 20. Juni.
Welche Werke danach vielleicht in der hauseigenen Sammlung präsentiert werden, stehe noch nicht fest, sagte die Sprecherin. Mitarbeiter der Staatsgalerie nennen die Präsentation übrigens meist nur kurz BBB. «Der eigentliche Titel ist etwas zungenbrecherartig», sagte Direktor Sean Rainbird. Wenn man ihn schnell ausspreche, werde Bauhaus schnell mal zu Brauhaus.
Q&T: dpa/lsw


Links zur Staatsgalerie Stuttgart:
Rundgang | Innen   | Aussen

Ludwig Kirchner









Friedrichsstrasse Berlin 1914
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Sonntag, Februar 07, 2010

Max Bense


Max Bense
* 7. Februar 1910 in Straßburg
† 29. April 1990 in Stuttgart,
war ein deutscher Philosoph, Schriftsteller und Publizist und ist durch Arbeiten zur Wissenschaftstheorie, Logik, Ästhetik und Semiotik hervorgetreten. 

Sein Denken verbindet Naturwissenschaften, Kunst und Philosophie unter einer gemeinsamen Perspektive und verfolgt eine Definition von Rationalität, die als existentieller Rationalismus die Trennung zwischen geistes- und naturwissenschaftlichem Denken aufzuheben anstrebt.

~Der Computer schafft Umordnung ~
Zum 100. Geburtstag von Max Bense schreibt Heise Online:
"Heute vor 100 Jahren wurde in Straßburg der Mathematiker und Philosoph Max Bense geboren. In den 50er und 60er Jahren lehrte er kybernetisches Denken in Deutschland. 

Viele seiner Schüler halfen dabei, die Informatik in Deutschland zu etablieren. 
Doch der Weltprogrammierer beeinflusste auch Literatur und Malerei nachhaltig."
Max Bense wollte die Kybernetik in Deutschland etablieren. [weiter. . .]
 
Max Bense in der Wikipedia

Zum 100.sten von Max Bense:
http://www.maxbense100.de/konkrpoesie.html

http://www.stuttgarter-schule.de/spatialismus.htm





Und zwei Artikel in der Zeit über Max Bense:
http://www.zeit.de/2010/06/Max-Bense

http://www.zeit.de/1999/42/Ich_dichte_also_denke_ich

ZKM: Die Algorithmische Revolution -Zur Geschichte der interaktiven Kunst

ZKM - Bense und die Künste 


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Rainer Maria Rilke - Buddha

Buddha

Schon von ferne fühlt der fremde scheue
Pilger, wie es golden von ihm träuft;
so als hätten Reiche voller Reue
ihre Heimlichkeiten aufgehäuft.

Aber näher kommend wird er irre
vor der Hoheit dieser Augenbraun:
denn das sind nicht ihre Trinkgeschirre
und die Ohrgehänge ihrer Fraun.

Wüßte einer denn zu sagen, welche
Dinge eingeschmolzen wurden, um
dieses Bild auf diesem Blumenkelche

aufzurichten: stummer, ruhiggelber
als ein goldenes und rundherum
auch den Raum berührend wie sich selber

Rainer Maria Rilke

einen schönen Sonntag wünscht George.
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Samstag, Februar 06, 2010

Kalenderblatt : Gustav Klimt

Gustav Klimt aus dem Beethovenfries - Genie und Poesie.

Am 6. Februar 1918 stirbt einer meiner österreichischen Lieblingsmaler

Gustav Klimt
geboren am * 14. Juli 1862 in Baumgarten bei Wien,
Todestag † 6. Februar 1918 in Wien-Neubau.

Gustav Klimt war ein bedeutender österreichischer Maler
und einer der berühmtesten Vertreter des Wiener Jugendstils,
auch genannt Wiener Secession.

Links zu Gustav Klimt:

Klimt Archive.com, mit interessantem zu Gustav Klimt und

der weltgrößten Klimt Sammlung im Wiener Belvedere.at

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Kalenderblatt | Egon von Vietinghoff ..

Egon von Vietinghoff
* 6. Februar 1903 in Den Haag,
† 14. Oktober 1994 in Zürich,
eigentlich Egon Arnold Alexis Baron von Vietinghoff,
war Maler, Fachbuchautor und Philosoph der Malerei
sowie Gründer der Egon von Vietinghoff-Stiftung.

Egon von Vietinghoff 1991, im Alter von 88 Jahren.

Egon von Vietinghoff rekonstruierte die traditionelle europäische Öl-Harz-Maltechnik,
formulierte unter dem Begriff „Visionäre Malerei" eine auf Transzendenz ausgerichtete Sicht
und Wiedergabe der Dinge sowie die dahin führende Methode „Schule reinen Schauens"
und schuf ein Werk von über 2.700 Ölgemälden.

Aussagekräftige Bilder unter: Egon von Vietinghoff Stiftung
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Chris Rea in Stuttgart. . .

Konzert Datum: Samstag, 20.02.2010, 20:00 Uhr Location: Porsche-Arena (Stuttgart)
Chris Rea

Einen Zeitraum von 30 Jahren umfasst die Karriere von Chris Rea, der sich seinen musikalischen Weg zwischen Pop, Latin- und Softrock sowie seinen Blues-Wurzeln bahnte. Diese besondere Bandbreite des Sängers mit der rauchigen Stimme und Weltklasse-Gitarristen trug zur Faszination und Zugkraft von Chris Rea bei. Mit mehr als 30 Millionen Tonträgern zählt er sicherlich zu den erfolgreichsten britischen Pop-Protagonisten. Die Veröffentlichung einer Doppel-CD mit neuem Material ebenso wie der Greatest Hits Collection bildet den Auftakt für eine Tournee im Frühjahr 2010.

Die Fans dürfen sich auf die größten Hits der Chris Rea-Ära freuen, die er endlich wieder live präsentiert, darunter etwa "On The Beach", "Let's Dance", "Josephine", "Stainsby Girls", "I Can Hear Your Heart Beat" und das legendäre "Road To Hell". Das Publikum kann Chris Rea auf seiner biographischen Reise begleiten, die natürlich auch Referenzen an den Blues macht, dem schon immer seine Leidenschaft gehörte. In der Zeit zwischen dem 25. Januar und 6. März tritt Chris Rea in Leipzig, Dresden, Hannover, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Mannheim, Stuttgart, München, Nürnberg, Freiburg, Düsseldorf und Dortmund auf.

Der Meister sparsamer Gesten und weniger Worte verstand es stets, jenseits von Mainstream und modischen Trends mit seinem sehr persönlichen Stil zu überzeugen. Der "wunderbare Songschreiber und begabte Bluessänger" (FAZ) aus der englischen Industriestadt Middlesbrough traf gerade in Deutschland schon immer auf besondere Resonanz. Hier wurden Kritiker und Fans bereits zu Beginn der Achtziger auf ihn aufmerksam, bevor er internationale Akzeptanz mit Produktionen wie "Shamrock Diaries", "Dancing With Strangers" und dem überragenden "Road To Hell" erlangte. Mit "King Of The Beach" knüpfte Chris Rea an den verfeinert-eleganten Rockstil an, der auch "Auberge", "God's Great Banana Skin" und "Espresso Logic" auszeichnete. CDs wie "Stony Road", "The Blue Jukebox", "Blue Guitars" oder "The Return Of The Fabulous Hofner Bluenotes" offenbarten dann einen Wendepunkt in der Karriere.

"Als Sternstunde des Bluesrock" wurde die besondere Live-Qualität des sympathischen Künstlers von den Medien gewürdigt. So zurückhaltend er auf der Bühne wirkt, so perfekt beherrscht er sein Instrument und seine markante Stimme. Chris Rea legte nie Wert auf Show, Sprüche oder Effekte. Aber er schätzt Live-Auftritte besonders, weil er hier die Publikumsresonanz direkt spüren kann.

Der begnadete Slide-Gitarrist schöpfte seine Kraft und Inspiration stets aus dem Privaten. Der Sohn eines Iren und einer Italienerin kam immer ohne Skandale aus, pflegte ein harmonisches Familienleben. Dabei offenbarte sich ein Musiker, der den Unterschied zwischen oberflächlichem Ruhm und nachhaltigem Eindruck, zwischen gesichtslosen Fließbandproduktionen und persönlicher Aussage erkannte.

Die Folgen einer schweren Erkrankung zwangen den bescheidenen Interpreten zu anderem Lebensstil und besonderer Arbeitsweise. Die Malerei begann in dieser Periode eine wichtige Rolle zu spielen. Jetzt hat die Leidenschaft Chris Rea wieder gepackt und deshalb will er seinen Fans noch einmal die ganze Palette seines Schaffens präsentieren.

Konzert
Datum: Samstag, 20.02.2010, 20:00 Uhr


Porsche Arena in Stuttgart
Mercedesstraße 69, 70372 Stuttgart
Karten & Text: Eventime.de

Chris Rea "Come So Far, Yet Still So Far To Go


Cris Rea bei Youtube

Chris Rea - All summer long


Chris Rea - Road to Hell


Chris Rea - Heaven

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Brigitte Fuchs

Der Schreibtisch ist auch ein Tatort...

Brigitte Fuchs

Brigitte Fuchs
schweizer Autorin und Lyrikerin
geboren am 6. Februar 1951 in Widnau
lebt im schweizerischen Teufenthal.

Homepage: Brigitte Fuchs www.brigittefuchs.ch

"Der Schnee ist männlich – mit einem Hang
zu weiblichen Formen..."

Brigitte Fuchs

Anagramme von Brigitte Fuchs

Brigitte Fuchs hat mit ihrem Lyrikband
"Solange ihr Knie wippt" am Rilke-Festival 2003 im Poesie-Wettbewerb den 2. Preis erhalten.
2005 hat sie am Berner Lyrikwettbewerb den 3. Preis erhalten.

"Solange ihr Knie wippt"

Leseprobe:
Salto rückwärts

Und nun frisch aufs Trapez gehüpft.
Der Salto rückwärts sitzt noch wie alles
wovor wir schon immer kapitulierten.
Jäh überspringen wir eine Kindheit.
Ja. Sagen wir. Unsere Väter sind jetzt
tot wir können den Blick senken oder
heben je nachdem. In Abständen
stecken wir unsere Schlüssel in die
Schlösser aus Luft. Mitunter fallen wir
aus den Wolken. Genau. Sagen wir.
In welcher Reihenfolge auch immer.


Nichts lässt sich sagen über das Blau

Jeden Abend waschen wir den Geruch
der Kindheit von den Füssen. Versuchen
die Farben auseinanderzuhalten. Das Gelb
steht Nerudas Vogel zu der das Nest mit
Zitronen füllt. Gelb in Gelb. Noch die in der
Luft vergrabene Hand schöpft Wasser aus
dem Meer. Nuancen.

Mit Poesie kann man abheben: Brigitte Fuchs führt im
«Handbuch des Fliegens» federleichte Verse vor.

Rezension darüber von Eva Bachmann:
Sie fallen auf und werden beim Lesen zur Fixierung: die Klammern.
Brigitte Fuchs setzt oft halbe Sätze und ganze Bemerkungen mitten im Gedicht ins Abseits. Üblicherweise ist in der Lyrik jedes Wort sorgsam ausgewählt, richtig und wichtig. Da gibt es nichts beiseite Gesprochenes. Aber so ist es auch nicht gemeint. Fuchs öffnet im Gegenteil mit ihren Klammern ein zusätzliches Fenster, ohne den Himmel dahinter genauer beschreiben zu wollen. Die Klammerbemerkungen sind Orte zum assoziativen Abspringen ins verträumte Blau.

Brigitte Fuchs
Jahrgang 1951, ist in Widnau im Rheintal geboren und lebt heute im Aargau.
Das Leichte und Luftige gehörte stets zu ihren Texten, dieser neue Gedichtband – im blauen Umschlag – nimmt das Fliegen nun auch als Motiv auf. Engel fliegen hier ebenso wie Steine.
Es geht um das schwerelose Gefühl mit Schlittschuhen auf Eis. Oder um Fetzen von Musik, die in der Luft hängen.

Brigitte Fuchs holt aus dem Vertrauten das Überraschende hervor, ihr Blick und ihre Worte wecken das Poetische im Gewöhnlichen – zum Beispiel mit der Metallstange, «die das Kind halbiert, wenn es ansetzt zum Rundflug». Und zuweilen ist dieses Tun auch ganz verspielt, wie das Puzzeln mit Redensarten in «Himmel und Hölle».
Ein Band für viele blaue Stunden.

Text: Eva Bachmann
Brigitte Fuchs: Handbuch des Fliegens. Gedichte. Edition 8, Zürich 2008
Poetenladen

Amazon

Anagramme


Anagramm Generator
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Donnerstag, Februar 04, 2010

Kleine Bildbeschreibung: Gustav Klimt . . .

Gustav Klimt :
Porträt von Adele Bloch-Bauer II 1912
Öl auf Leinwand

So um 1910 änderte Gustav Klimt seinen
Stil, verwendete weniger Gold, trug dickere Farbschichten auf, verzichtete auf allzu ek-
kige Formen und stellte seine Farbpalette auf
weichere, hellere Töne um.

Adele Bloch-Bauer war davon begeistert
und überredete Klimt zu diesem Porträt.
Man sieht sie von vorne, eine Pose, die Klimt
nun häufiger malte.

Der immer noch sehr ornamentale
Hintergrund entstand nach orientalischen
Stoffen aus KlimtsBesitz.

Adele ist nicht mehr mit Gold umgeben,
ist kein dominierendes, erotisches Wesen
mehr.

Das zuvor gemalte Bild der Adele Bloch Bauer, übrigens eines der teuersten Gemälde die es gibt,
stammte aus Klimts "goldener Schaffensperiode":

"Die goldene Adele"
Es wäre interessant zu erfahren, welches Bild ihr mehr zusagte.

Adele Bloch-Bauer
* 9. August 1881 in Wien,
† 24. Januar 1925 ebenda,
war eine österreichische Unternehmergattin und wurde vor allem durch das 1907 entstandene Gemälde Adele Bloch-Bauer I - „Goldene Adele" - von Gustav Klimt, eines der bedeutendsten Werke des Wiener Jugendstils [Fin de siècle], bekannt.
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Mein Kalenderblatt im Februar

Aquarell von Hermann Hesse

So mußt Du allen Dingen Bruder und Schwester sein,
Dass sie Dich ganz durchdringen
Dass Du nicht scheidest Mein und Dein.
Kein Stern, kein Laub soll fallen
Du musst mit ihm vergehn!
So wirst Du auch mit allen Allstündlich auferstehn.

Hermann Hesse

Hermann Hesse beim malen.
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Mittwoch, Februar 03, 2010

Max Dauthendey - An deinen Lippen

An deinen Lippen

Deine Küsse halten mich glühend wach,
Sie gehen wie feurige Sterne ums Dach.
An deinen Lippen wird's Blut mir rot,
Mein Herz springt ins Feuer, mein Auge loht.
Deine Augen wie kleine Monde beim Küssen
Im letzten Himmel verschwinden müssen.

Max Dauthendey
(1867-1918)

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Buchempfehlung

Siddhartha - Eine indische Dichtung

Noch nicht "mit der Seele in Indien" gewesen, um mit Hermann Hesse zu sprechen?
Dann wird es Zeit einmal sein Buch Siddhartha näher zu betrachten.

Siddhartha,
die weltberühmte Legende von der Selbstbefreiung eines jungen Menschen aus familiärer und gesellschaftlicher Fremdbestimmung zu einem selbständigen Leben, zeigt, daß Erkenntnis nicht aus Lehren zu vermitteln ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.

Hermann Hesse erzählt die fiktive Lebensgeschichte Buddhas - Siddhartha ist sein Vorname - und ergründet, "was allen Konfessionen und menschlichen Formen der Frömmigkeit gemeinsam ist, was über allen nationalen Verschiedenheiten steht, was von jeder Rasse und von jedem einzelnen geglaubt werden kann".

Wie authentisch diese indische Dichtung buddhistisches und taoistisches Gedankengut assimiliert hat, zeigt sich nicht nur stilistisch in der rhythmischen Diktion der Reden Buddhas, sondern auch wirkungsgeschichtlich durch die millionenfache Verbreitung, die das Buch in den asiatischen Ländern gefunden hat.

Das Werk Siddharta - bei - hhesse.de - die Gemeinschaft der Morgenlandfahrer

Das Buch Siddharta von Hermann Hesse bei Amazon
::.

Rainer Maria Rilke - Venezianischer Morgen





Venedig


Venezianischer Morgen

Richard Beer-Hofmann zugeeignet

Fürstlich verwöhnte Fenster sehen immer,
was manchesmal uns zu bemühn geruht:
die Stadt, die immer wieder, wo ein Schimmer
von Himmel trifft auf ein Gefühl von Flut,
sich bildet ohne irgendwann zu sein.

Ein jeder Morgen muß ihr die Opale
erst zeigen, die sie gestern trug, und Reihn
von Spiegelbildern ziehn aus dem Kanale,
und sie erinnern an die andern Male:

dann giebt sie sich erst zu und fällt sich ein
wie eine Nymphe, die den Zeus empfing.
Das Ohrgehäng erklingt an ihrem Ohre;
sie aber hebt San Giorgio Maggiore
und lächelt lässig in das schöne Ding.

Rainer Maria Rilke


Bilder von Claude Monet :
Palazzo da Mula Venedig
Canal Grande Venedig

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Dienstag, Februar 02, 2010

James Joyce

"Das Ziel des Künstlers ist die Erschaffung des Schönen.
Was das Schöne ist, ist eine andere Frage."

Aus - Ein Portrait des Künstlers als junger Mann, Kapitel 5.
Original englisch : The object of the artist is the creation of the beautiful.
What the beautiful is is another question. - gutenberg.org -

James Joyce
* 2. Februar 1882 in Dublin,
† 13. Januar 1941 in Zürich,
war ein irischer Schriftsteller.

Besonders seine wegweisenden Werke Ulysses und Finnegans Wake verhalfen ihm zu großer Bekanntheit.
James Augustine Aloysius Joyce
wurde am 2. Februar 1882 als erstes Kind von John Stanislaus Joyce und Mary Jane Murray im Dubliner Vorort Rathgar geboren.

Mit seiner, die bisherigen Konventionen des Romans brechenden, Erzählweise und seinem Stil der Darstellung von gleichzeitig ablaufenden Handlungen ("Stream of Consciousness") prägte Joyce nachhaltig die literarische Moderne. Auf Grund seines beispiellosen Formenreichtums wird sein Roman "Ulysses" (1922) als Meilenstein der modernen Weltliteratur gesehen.

Die sprachgewaltige Erzählung, die einen Tag im Leben des Anzeigenaquisiteurs Leopold Bloom beschreibt, zeichnet sich durch ständig wechselnde Perspektiven, innere Monologe, erzählerische Montagen sowie durch die Verwendung mystischer Assoziationen und literarischer Zitate aus.

Sein 1939 veröffentlichtes Spätwerk "Finnegan's Wake"
geht noch radikaler als zuvor "Ulysses" gegen Sprachkonventionen vor, so DW.

Biografie

Ulysses
englisch für Odysseus, von lateinisch Ulixes, gilt als der bedeutendste Roman
des irischen Schriftstellers James Joyce und als richtungweisend für den modernen Roman.
Er entstand zwischen 1914 und 1921. Auszüge erschienen ab 1918 in mehreren Teilen zuerst in der amerikanischen Zeitschrift Little Review. 1919 erschienen in der englischen Zeitschrift Egoist, deren Herausgeberin Harriet Weaver war, weitere fünf Fortsetzungen.
James Joyce bei ARTE

James Joyce - ARTE Kultur entdecken

Google Books | James Joyce:

Ulysses

Dubliners

Finnegans Wake

Finnegans Wake
Der Roman Finnegans Wake (1939) gilt, mehr noch als Ulysses, als eines der kompliziertesten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts, beide gelten als unübersetzbar. Der Ulysses wurde aber dennoch in über dreißig Sprachen übersetzt, zum Teil sogar mehrmals. Finnegans Wake wurde erst 1993 vollständig in einer deutschen Komplettübersetzung vorgelegt, nachdem deutsche Teilfassungen schon zuvor existierten. Es erschienen außerdem vollständige Übersetzungen in den Sprachen Französisch (1982), Italienisch (1982), Japanisch (1993 und eine weitere 2004), Spanisch (1997), Koreanisch (1998) und Niederländisch (2002).

Lesung aus dem Buch bei Literatur Live - Salon - James Joyce

Einer Stelle des Buches verdanken die sogenannten Quarks, subatomare Teilchen, aus denen ein Teil der Materie aufgebaut ist, ihren Namen.

Der extrem vernetzte Text von Finnegans Wake gilt als literarische Analogie zum
semantischen Web des Internets.

TEXT:
"Finnegans Wake is a difficult text, and it has been noted that Joyce would not have aimed it at the general reader;[225] however, certain aspects of the work have made an impact on popular culture beyond the awareness of it being difficult.[226] -D *In the academic field, physicist Murray Gell-Mann named a type of subatomic particle as a quark, after the phrase "Three quarks for Muster Mark" on page 383 of Finnegans Wake,[227*] - as he already had the sound "kwork".[228] Similarly, the comparative mythology term Monomyth, as described by Joseph Campbell in his book The Hero with a Thousand Faces,[229] was taken from a passage in Finnegans Wake.[230]"

Deutsch: -*Im akademischen Bereich, benannt Physiker Murray Gell-Mann eine Art von subatomaren Teilchen als Quark, nach dem Satz "Three Quarks for Muster Mark" auf Seite 383 von Finnegans Wake,*-

"Versteht es niemand?" - seine Letzte Worte, 13. Januar 1941.
James Joyce starb am 13. Januar 1941 in Zürich.

James Joyce Grab in Zürich.

Auf der History Seite der ehemals Jurys Bar - Jetzt James Joyce in Zürich wird folgendes vermerkt:
"Der Schriftsteller James Joyce aus Dublin verbrachte wesentliche Jahre seines Schaffens in der Limmatstadt, zu der er sich immer hingezogen fühlte.
Sie wurde denn auch sein letztes Asyl.

Joyce hatte Jury's Bar geschätzt und sie in seinen Werken erwähnt.
Vor allem im Ulysses, einem der ganz entscheidenden Romane unseres Jahrhunderts, der zum Teil in Zürich geschaffen wurde."

James Joyce Bar Zürich


Bücher:
Dubliners bei Amazon

Finnegans Wake bei Amazon

Ein Wiki über Dublin und Zürich .

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Max Dauthendey - Im Buchenwald

Max Dauthendey

Im Buchenwald

Du gehst tief auf dem goldenen Grunde der Seen.
Lautlos steigen in Strahlen graue Korallen,
Fließen Phosphorfeuer von grünen Kristallen,
Sinken Perlen auf den braunwelken Grund.

Draußen von silbernen Sonnenufern
Neigen sich Glocken
Und locken mit blauen Kelchen
Die smaragdene Tiefe.

Max Dauthendey
* 25. Juli 1867 in Würzburg
† 29. August 1918 in Malang auf Java,
war ein deutscher Dichter und Maler.

Künstler : Gustav Klimt
Entstehungsjahr: um 1902
Maße: 100 × 100 cm
Technik: Öl auf Leinwand

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Samstag, Januar 30, 2010

Der halbe Mann: Dem Leben Beine machen

Wochenendlektüre?
Vielleicht:

Der halbe Mann : Dem Leben Beine machen

Über den Autor:
FLORIAN SITZMANN,
geboren 1976, hat nach einem schweren Motorrad-Unfall 1992 beide Beine verloren.
1999 schließt er eine kaufmännische Ausbildung ab.
Im Jahr 2002 startet er eine international erfolgreiche Karriere als Leistungssportler im Handbiken.
Seine positive Art, seinen Lebenswillen und seine Lebenserfahrung versucht er in verschiedenen Projekten an Menschen weiterzugeben, die sich in ähnlich schwierigen Lebenslagen befinden. Aus diesen Projekten entsteht eine immer größer werdende Vernetzung mit Gleichgesinnten,
die wie Florian Sitzmann etwas bewegen wollen. Einer seiner Wegbegleiter ist Xavier Naidoo.

Rezension : [1] & [2] :) es gibt mehr bei Amazon. . .

[1]:
Am Ende klappt man sein Buch zu, nickt zustimmend und geht mit einem Lächeln durch den Tag. Wirklich eines der besten Mutmacherbücher, das ich je gelesen habe. Nach dem Motto: Jammern hält vom Leben ab!

&


[2]:
Der Sitzmann agiert als provokanter Mutmacher, als Wachrüttler, als Animateur. Eine Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die Jahre der Entwicklung vom Unfallopfer hin zu der Marke Der Sitzmann: Liebe lieben! Liebe erleben! Leben leben! Leben lieben! Liebend leben! Lebend lieben!

Keep on rollin ( and rockin)!
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Vollmond

Joseph von Eichendorff
(1788-1857)

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküsst,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

Spacewetter: http://spaceweather.com/

Friday night's full Moon is the biggest and brightest full Moon of the year. It's a "perigee Moon," as much as 14% wider and 30% brighter than other full Moons you'll see later in 2010.

MARS & MOND: Großer Mond trifft roten Planeten

Wenn einem der Vollmond am Wochenende ungewöhnlich groß erscheint, muss das keine optische Täuschung sein: Vollmond und Erdnähe des Mondes fallen am Sonnabendmorgen nämlich zusammen, so dass wir uns auf den hellsten Vollmond des Jahres freuen können. Nicht unweit des Mondes steht zudem der rote Planet Mars, der in diesen Tagen auch vergleichsweise hell ist.


Am Samstag morgen ist der erste Vollmond des Jahres 2010.

Der genaue Zeitpunkt des Vollmonds ist:
Samstag * 30. Januar 2010 * 07:17:36 Uhr
Mitteleuropäische Zeit


Arno Holz
(1863-1929)


Der Mond

Und so will der Mond mir scheinen
eine Spinne ganz aus Gold,
die mit eingezognen Beinen
durch den Weltraum rollt.

Schmakaduhtzgen, Schilf und Rohr
schwanken um das Unkenmoor...
... lächelnd drin die süße
Luna ihre Silberfüße!

Steil am Wegrand starrt die Pappel,
leise macht sie Tippeltappel,
leise, wo die Frösche quaken,
spannt der Mond sein weißes Laken.

Wo die Nebelfrauen spinnen,
spannt er bloß sein weißes Linnen.
Durch die Nacht hin, weich und mailich,
spreitet er sogar sein Lailich!

An deine Seele rührt ein Hauch,
zitternd entsandt vom weißen Fliederstrauch;
teils von hinten, teils von vorn,
bläst der Mond sein Silberhorn.
Die Hexe kuckt aus ihrem Haus,
ein ungemaltes Bild von Knaus.
Die Alte winkt und lächelt arg,
Der Mond schwimmt wie ein Silbersarg.
Reimst du Tohu auf Wabohu,
ists ein Bild von Gerhard Dou;
zauberst du statt Haus Spelunke,
schwimmt der Halbmond eine Dschunke.

Oft, aufgehängt an einer Schnur,
ganz deutlich eine Tombakuhr,
den i-Punkt über eine Pappel
und, ist man ganz und gar im Rappel,
die Glatze eines Totenschädels,
den Hintern seines liebsten Mädels -
was man doch alles in dir sieht,
du Rotationsellipsoid!

Der Mond als dies, der Mond als das,
der Mond als neuer Berg Parnass,
der Mond als himmlisches Trumpf-As,
der Mond bald blink, der Mond bald blass,
der Mond als runde Zähre!
Der Mond als bleiche Kalkskulptur,
der Mond als silberne Tonsur,
der Mond als goldne Kugeluhr,
der Mond als nichts wie Kieselgur,
erkläre mir, Graf Orindur,
dies blanke Wunder der Natur,
gleich ob in Moll, gleich ob in Dur,
erkläre mir, erkläre!

und noch ein Mondgedicht von einem meiner Lieblingsdichter:

Vollmond

Gelbes Eis
Und grüne Nebel.

Kranke Kallablüten leuchten.
Von den bleichen Bechern rinnet
Goldnes Öl in sanften Strömen.

Warmer Moder,
Nackte Schädel.
Über weiße Marmorwüsten
Fliehen lautlos
Schwarze Schwäne.

Max Dauthendey
(1867-1918)


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Freitag, Januar 29, 2010

Blendender Weg, der sich vor Licht verlor

Blendender Weg, der sich vor Licht verlor,


Und auf einmal, wie im Traum: ein Tor,
breit eingebaut in unsichtbare Wände.

Der Türen Holz ist lang im Tag verbrannt;
doch trotzig dauert auf dem Bogenrand
das Wappen und das Fürstendiadem.

Und wenn du eintrittst, bist du Gast. - Bei wem?
Und schauernd schaust du in das wilde Land.

Rainer Maria Rilke

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Künstler und der Gardasee . .

Lago di Garda. . .

bedeutende Persönlichkeiten wie der Dichter Goethe
oder der Künstler Gustav Klimt verliebten sich in den See
und hatten die Inspiration gefunden,
um wichtige literarische und künstlerische Werke
diesem schönen See in Norditalien zu widmen!

Der Gardasee ist ein Winkel von Ruhe und Gelassenheit,
er liegt im Rahmen fortlaufender Berge und weiss,
jeden Tourist zu beeindrucken.

Johann Wolfgang von Goethe am Gardasee :
Aus Goethes Tagebücher vom Gardasee.

Gustav Klimt am Gardasee :

Gustav Klimt,
Bild - Malcesine am Gardasee.
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Rainer Maria Rilke - Der Engel. . .

Der Engel

Mit einem Neigen seiner Stirne weist
er weit von sich was einschränkt und verpflichtet;
denn durch sein Herz geht riesig aufgerichtet
das ewig Kommende das kreist.

Die tiefen Himmel stehn ihm voll Gestalten,
und jede kann ihm rufen: komm, erkenn - .
Gieb seinen leichten Händen nichts zu halten
aus deinem Lastenden. Sie kämen denn

bei Nacht zu dir, dich ringender zu prüfen,
und gingen wie Erzürnte durch das Haus
und griffen dich als ob sie dich erschüfen
und brächen dich aus deiner Form heraus.

Rainer Maria Rilke,
Paris, *04*

Rainer Maria Rilke

aus seinen Engelsliedern. .
ein wunderschönes Gedicht:

Wenn ich einmal im Lebensland

Wenn ich einmal im Lebensland,
im Gelärme von Markt und Messe -
meiner Kindheit erblühte Blässe:
meinen ernsten Engel vergesse -
seine Güte und sein Gewand,
die betenden Hände, die segnende Hand, -
in meinen heimlichsten Träumen behalten
werde ich immer das Flügelfalten,
das wie eine weiße Zypresse
hinter ihm stand...


Rainer Maria Rilke,
7.2.1898, Berlin

Photo of a statue of an Angel.
Autor/Foto : Louise Docker from Sydney, Australia
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