Montag, November 09, 2009

George Trackl - Gedichte : Melancholie

Melancholie
zu einem Bild von Paul Sérusier
geboren am * 9. November 1864 in Paris;
gestorben am † 7. Oktober 1927 in Morlaix, Finistère.

Paul Sérusier war ein französischer Maler und Schüler von Paul Gauguin
Sérusier rief er die symbolistische Künstlergruppe Nabis
(hebräisch: Propheten) ins Leben.

Gedichte von Georg Trakl:

Melancholie des Abends

- Der Wald, der sich verstorben breitet -
Und Schatten sind um ihn, wie Hecken.
Das Wild kommt zitternd aus Verstecken,
Indes ein Bach ganz leise gleitet

Und Farnen folgt aus alten Steinen
Und silbern glänzt aus Laubgewinden.
Man hört ihn bald in schwarzen Schlünden -
Vielleicht, daß auch schon Sterne scheinen.

Der dunkle Plan scheint ohne Maßen,
Verstreute Dörfer, Sumpf und Weiher,
Und etwas täuscht dir vor ein Feuer.
Ein kalter Glanz huscht über Straßen.

Am Himmel ahnet man Bewegung,
Ein Heer von wilden Vögeln wandern
Nach jenen Ländern, schönen, andern.
Es steigt und sinkt des Rohres Regung.

Georg Trakl


Melancholie

Bläuliche Schatten. O ihr dunklen Augen,
Die lang mich anschaun in Vorübergleiten.
Guitarrenklänge sanft den Herbst begleiten
Im Garten, aufgelöst in braunen Laugen.
Des Todes ernste Düsternis bereiten
Nymphische Hände, an roten Brüsten saugen
Verfallne Lippen und in schwarzen Laugen
Des Sonnenjünglings feuchte Locken gleiten.

Georg Trakl
Aus der Sammlung Gedichte 1913

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Deutsche Geschichte. . .



DEUTSCHE GESCHICHTE:
Am 9.November 1989 fiel die Berliner Mauer und die Menschen konnten ungehindert die DDR verlassen.

Endlich frei... >>Einigkeit und Recht und Freiheit<<

20 Jahre - Der Fall der Berliner Mauer

Tagesschau vom 10. November 1989


Strebe nach Einheit
aber suche sie nicht in der Einförmigkeit…

Johann Christoph Friedrich von Schiller
deutscher, Dichter, Philosoph und Historiker
*10.11.1759 (Marbach/Württemberg)
†09.05.1805 (Weimar)
::.

Sonntag, November 08, 2009

Gedichte

Wie goldner Mond geht euer letztes Lächeln
Der leisen Wallfahrt in den Abend auf,
Dass ihr nicht stürzt in die Zisternen
Der Einsamkeit, die noch den Weg durchfurchen,
Den langen Weg, der in die Kindheit mündet.
Suchend dreht ihr euch in den Gärten,
Die um die Klöster eurer Jugend stehn
Nach verlorenen Frühlingen um.
Da hört ihr die unaufhörlichen Brunnen
Noch von den Tränen der Enttäuschung schluchzen
Wenn ihr im Schlaf verlöscht
Und die ewige Lampe rot
Aus der Zelle der Erwartung brennt
Schlägt Gott die dunkle Kutte eures Schicksals
Um euch, unirdische Pilgerinnen zu.


Claire Goll
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Rilke, Rainer Maria ...

Rainer Maria Rilke die 5. Elegie

Hertha Koenig

Die fünfte Elegie

Frau Hertha Koenig zugeeignet

Wer aber sind sie, sag mir, die Fahrenden, diese ein wenig
Flüchtigern noch als wir selbst, die dringend von früh an
wringt ein wem, wem zu Liebe
niemals zufriedener Wille? Sondern er wringt sie,
biegt sie, schlingt sie und schwingt sie,
wirft sie und fängt sie zurück; wie aus geölter,
glatterer Luft kommen sie nieder
auf dem verzehrten, von ihrem ewigen
Aufsprung dünneren Teppich, diesem verlorenen
Teppich im Weltall.
Aufgelegt wie ein Pflaster, als hätte der Vorstadt-
Himmel der Erde dort wehe getan.

Und kaum dort,
aufrecht, da und gezeigt: des Dastehns
großer Anfangsbuchstab..., schon auch, die stärksten
Männer, rollt sie wieder, zum Scherz, der immer
kommende Griff, wie August der Starke bei Tisch
einen zinnenen Teller.


Ach und um diese
Mitte, die Rose des Zuschauns:
blüht und entblättert. Um diesen
Stampfer, den Stempel, den von dem eignen
blühenden Staub getroffnen, zur Scheinfrucht
wieder der Unlust befrucheten, ihrer
niemals bewussten, - glänzend mit dünnster
Oberfläche leicht scheinlächelnden Unlust.


Da: der welke, faltige Stemmer,
der alte, der nur noch trommelt,
eingegangen in seiner gewaltigen Haut, als hätte sie früher
zwei Männer enthalten, und einer
läge nun schon auf dem Kirchhof, und er überlebte den andern,
taub und manchmal ein wenig
wirr, in der verwitweten Haut.


Aber der junge, der Mann, als wär er der Sohn eines Nackens
und einer Nonne: prall und strammig erfüllt
mit Muskeln und Einfalt.


Oh ihr,
die ein Leid, das noch klein war,
einst als Spielzeug bekam, in einer seiner
langen Genesungen...


Du, der mit dem Aufschlag,
wie nur Früchte ihn kennen, unreif,
täglich hundertmal abfällt vom Baum der gemeinsam
erbauten Bewegung (der, rascher als Wasser, in wenig
Minuten Lenz, Sommer und Herbst hat) -
abfällt und anprallt ans Grab:
manchmal, in halber Pause, will dir ein liebes
Antlitz entstehn hinüber zu deiner selten
zärtlichen Mutter; doch an deinen Körper verliert sich,
der es flächig verbraucht, das schüchtern
kaum versuchte Gesicht... Und wieder
klatscht der Mann in die Hand zu dem Ansprung, und eh dir
jemals ein Schmerz deutlicher wird in der Nähe des immer
trabenden Herzens, kommt das Brennen der Fußsohln
ihm, seinem Ursprung, zuvor mit ein paar dir
rasch in die Augen gejagten leiblichen Tränen.
Und dennoch, blindlings,
das Lächeln...


Engel! o nimms, pflücks, das kleinblütige Heilkraut.
Schaff eine Vase, verwahrs! Stells unter jene, uns noch nicht
offenen Freuden; in lieblicher Urne
rühms mit blumiger schwungiger Aufschrift: >Subrisio Saltat.<.


Du dann, Liebliche,
du, von den reizendsten Freuden
stumm Übersprungne. Vielleicht sind
deine Fransen glücklich für dich -,
oder über den jungen
prallen Brüsten die grüne metallene Seide
fühlt sich unendlich verwöhnt und entbehrt nichts.
Du,
immerfort anders auf alle des Gleichgewichts schwankende Waagen
hingelegte Marktfrucht des Gleichmuts,
öffentlich unter den Schultern.


Wo, o wo ist der Ort - ich trag ihn im Herzen -,
wo sie noch lange nicht konnten, noch voneinander
abfieln, wie sich bespringende, nicht recht
paarige Tiere; -
wo die Gewichte noch schwer sind;
wo noch von ihren vergeblich
wirbelnden Stäben die Teller
torkeln...

Und plötzlich in diesem mühsamen Nirgends, plötzlich
die unsägliche Stelle, wo sich das reine Zuwenig
unbegreiflich verwandelt -, umspringt
in jenes leere Zuviel.
Wo die vielstellige Rechnung
zahlenlos aufgeht.


Plätze, o Platz in Paris, unendlicher Schauplatz,
wo die Modistin, Madame Lamort,
die ruhlosen Wege der Erde, endlose Bänder,
schlingt und windet und neue aus ihnen
Schleifen erfindet, Rüschen, Blumen, Kokarden, künstliche Früchte -, alle
unwahr gefärbt, - für die billigen
Winterhüte des Schicksals.


Engel!: Es wäre ein Platz, den wir nicht wissen, und dorten,
auf unsäglichem Teppich, zeigten die Liebenden, die's hier
bis zum Können nie bringen, ihre kühnen
hohen Figuren des Herzschwungs,
ihre Türme aus Lust, ihre
längst, wo Boden nie war, nur an einander
lehnenden Leitern, bebend, - und könntens,
vor den Zuschauern rings, unzähligen lautlosen Toten:
Würfen die dann ihre letzten, immer ersparten,
immer verborgenen, die wir nicht kennen, ewig
gültigen Münzen des Glücks vor das endlich
wahrhaft lächelnde Paar auf gestilltem
Teppich?

Rainer Maria Rilke, 14.2.1922, Muzot

Sierre, Schweiz: Cháteau de Muzot, Rilkes Wohnsitz.
Persönlichkeiten:
Baladine Klossowska
Werner Reinhardt

Die Duineser Elegien" und die Sonette zu Orpheus" werden bei Muzot geschrieben.

Eine kurze Info hierzu aus der Welt.de : Von Willi Keinhorst
"Briefe aus Rilkes Lebenskrise"

"Wer aber sind sie, sag mir, die Fahrenden ..."
So beginnt eines der schönsten deutschen Gedichte,
so beginnt die fünfte von Rainer Maria Rilkes "Duineser Elegien."
Im Zentrum dieser Verse stehen die umherziehenden "Saltimbanques", die Gaukler,
Sinnbilder der unsicheren menschlichen Existenz.

Pablo Picasso "Saltimbanques", die Gaukler.

Gewidmet sind die Zeilen, die Rilke zwischen 1912 und 1922 schuf,
einer Frau aus Ostwestfalen, der Kunstsammlerin und Literatin Hertha Koenig.

In ihrer Münchner Wohnung hatte Rilke im Kriegsjahr 1915 leben und arbeiten dürfen, umgeben von Gemälden der internationalen Moderne.

Ein Werk Picassos inspirierte ihn zu den Versen der fünften Elegie.
Zwei Jahre später war der Dichter wiederum zu Gast bei der 1884 geborenen Mäzenatin.
Auf ihrem Gut Böckel in Westfalen war sie eine großzügige Gastgeberin für Literaten, Künstler und Kunstsinnige.

Sie beherbergte unter anderem Oskar Maria Graf, Theodor Heuss, Martin Heidegger.

Nun hat der Bielefelder Pendragon-Verlag,
der bereits Hertha Koenigs Werke herausgegeben hat, eine kleine Kostbarkeit veröffentlicht:
die Briefe Rilkes an seine Gönnerin.
Hertha Koenigs Briefe an den Dichter sind leider verschollen.
Sie hatte die Schreiben des Dichters bis zu ihrem Tod 1976 verwahrt
und dann dem Marbacher Literaturarchiv vermacht.

Briefe aus Rilkes Lebenskrise | Von Willi Keinhorst, weiter bei Welt.de . . .

Links & Quellen:


http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article5126264/Briefe-aus-Rilkes-Lebenskrise.html

http://www.pendragon.de/hertha-koenig/ausstellung/ausstellung.htm

http://www.hertha-koenig-forschung.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Les_Saltimbanques_(Gem%C3%A4lde)

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Samstag, November 07, 2009

20 Jahre Mauerfall . . .

Gedanken posten bei "BERLINTwitterWALL" 20 Jahre Mauerfall!

unter: http://www.berlintwitterwall.com/de/

schönes Wochenendefür alle!
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Mittwoch, November 04, 2009

Kuesta - Kunst aus Spanien . .

ARTInfo: Interessante Werke und Informationen über KUESTA.

Kuesta

Santiago de Compostela
Teléfono: 677 760 785
Email: info@jakuesta.com

Hier Links zu den Bilderseiten:

http://www.jakuesta.com/obras1.html

http://www.jakuesta.com/obras2.html

http://www.jakuesta.com/obras3.html

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Montag, November 02, 2009

"Der Mond dem sich manche Träne vertraut"

Johann Christian Dahl - Wolkenhimmel bei Vollmond

Der Mond dem sich manche Träne vertraut,
Der breit die blauenden Treppen der Sehnsucht
Jedem in seinen Himmel baut;

Der mit dem Verliebten die Nächte hinwacht
Ihm folgt ein Geleit verzückt durch die Nacht,
Er senkt in Flüsse und Seen die Spur
Vom Brandschein der Augen und ihrem Schwur.

Max Dauthendey . 1867 - 1918
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Max Dauthendey "Der Mond legt seinen reichen Schein"

Der Mond legt seinen reichen Schein
Wie ein Geschenk in Deinen Schoß.
Die flinken Brunnen singen laut
Und Worte werden sanft und groß.
Die Erde liegt wie eingewiegt
Und wie ein Himmel schwer durchblaut.
Ich habe mich Deinem Aug vertraut
Und aller Erd ins Herz geschaut.
Der Mond der Dein Aug aufhebt
Lebt von Deinem Wunsch und Schwur.
Er steht voll Schatten und Zeichen:
Deine Blicke in den Himmel geschrieben,
Sie reichen mir Lippen und Hände.
Starben Menschen, ihre Schwüre sind geblieben.

Max Dauthendey . 1867 - 1918
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Sonntag, November 01, 2009

Vollmond | 02. November 2009

am Montag Abend ist Vollmond.

Der genaue Zeitpunkt des Vollmonds ist:
Montag * 2. November 2009 * 20:13:48 Uhr
Mitteleuropäische Zeit
und es ist eine lange Vollmondnacht am 2. November.
Während der Vollmondnacht gelangt der Mond 60° über Horizont und erhellt nachts die Erde.

Am 2. November verzeichnen wir um 20.13 Uhr die Vollmondstellung.
Der Mond begleitet uns dann durch die ganze Nacht. Der Mond steht in dieser Vollmondnacht besonders hoch über Horizont und lädt zu abendlichen oder nächtlichen Vollmondwanderungen ein. Der volle Mond geht ungefähr bei Sonnenuntergang auf und steht gegen Mitternacht in 60° Höhe im Süden und verschwindet wieder bei Sonnenaufgang. Er strahlt aus dem Sternbild Widder.

Die folgenden Vollmondnächte vom 1. und 31. Dezember sind noch etwas länger als diejenige im November. Am 1. Dezember gelangt der Mond noch 4° höher, also rund 8 Vollmonddurchmesser, über Horizont.

Der reife Vollmond

Der reife Vollmond stillt die Nacht,
Er legt die Liebenden sich an die Brust,
Er nährt den Schwur und gibt den Lippen Macht.
Der Mund im Vollmond scheut sich nicht,
Er hebt das schwere Herz ans Licht,
Und Wünsche, die sonst ohne Stimmen gingen
Singen im vollen Mond, wie Bräute singen.
Befreien lächelnd Deine Brust
Und weihen Dich der großen Lust.

Max Dauthendey . 1867 - 1918

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Chris Rea - Stainsby Girls

Chris Rea - Stainsby Girls

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Chris Rea

Chris Rea - Josephine

Chris Rea - Road to Hell

Chris Rea - Julia

Chris Rea - Daytona

Chris Rea "I Can't Wait For Love"


Christopher Anton Rea, Künstlername:

Chris Rea,
* 4. März 1951 in Middlesbrough, England,
ist ein britischer Sänger, Musiker, Komponist und Gitarrist italienisch-irischer Abstammung.

Er ist verheiratet und hat mit seiner Frau Joan zwei Töchter (Josephine, * 1983 und Julia Christina, * 1989). Seiner Frau sowie den beiden Töchtern hat er eigene Musiktitel geschrieben, die allesamt Hits wurden (Stainsby Girls, Josephine und Julia).

Kurz nachdem ihm mit dem Album King of the Beach im Jahre 2000 ein beachtliches Comeback gelang, wurde bei Chris Rea Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt. Infolgedessen mussten bei ihm in einer risikoreichen Operation wesentliche Teile des Magens entfernt werden. Die Operationen ließ Rea in Deutschland durchführen. Während seines Krankenhausaufenthaltes beeindruckte ihn besonders die Geschichte und der Lebensmut einer jugendlichen Krebs-Patientin.

Sie sagte zu ihm auch die Worte: „Wir tanzen jetzt beide auf einer steinigen Straße", die ihn direkt zu seinem nächsten Projekt „Stony Road" führten.
Die Auseinandersetzung mit seinem möglicherweise bevorstehenden Tod brachten Rea dabei die Erkenntnis, dass er in seiner gesamten Karriere niemals jene Musik auf Platte gebracht hat, die er wirklich liebte, nämlich reinen Blues.

Während er zu Hause langsam wieder zur Gesundheit fand, drückte er sich mit dem Malen von Bildern aus.

Nach seiner Genesung arbeitete er musikalisch seine Krankheit auf. Die daraus resultierenden Songs haben mit seinen alten Titeln kaum noch etwas gemeinsam.

Webseite:
http://www.chrisrea.com/ & http://www.chrisrea.de/
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Samstag, Oktober 31, 2009

Spanische Grippe 1918 [ 31. Oktober 1918 ]

Am 31. Oktober 1918 starb Egon Schiele und viele andere Menschen an den Folgen einer weltweiten Pandemie, die ca. 25 Millionen Menschenleben forderte. Neuere Quellen geben bis zu 50 Millionen Todesopfer an!

Egon Schiele,
Selbstporträt von 1912, Schiele gehörte zu den Opfern der Grippewelle.

Die Spanische Grippe ein Artikel aus der Wikipedia.

Text: "Die Spanische Grippe war eine weltweite Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 durch einen ungewöhnlich virulenten Abkömmling des Influenzavirus (Subtyp A/H1N1) verursacht wurde und mindestens 25 Millionen Todesopfer forderte. In einer Bilanz in der Fachzeitschrift Bulletin of the History of Medicine vom Frühjahr 2002 kamen die Autoren sogar auf knapp 50 Millionen Todesopfer.
Grippekranke in einem amerikanischen Krankenhaus Foto Wikipedia.

Die Auswirkung der Pandemie ist damit in absoluten Zahlen mit dem Ausbruch der Pest von 1348 vergleichbar, der seinerzeit mehr als ein Drittel der europäischen Bevölkerung zum Opfer fiel. Eine Besonderheit der Spanischen Grippe war, dass ihr vor allem 20- bis 40-jährige Menschen erlagen, während Influenzaviren sonst besonders Kleinkinder und alte Menschen gefährden.

Der gleiche Subtyp des Influenza-Virus verursachte 1977/78 einen weiteren Ausbruch (Russische Grippe) und 2009 die so genannte Schweinegrippe.

Anstieg der Todesraten in den Städten New York, Berlin, Paris, London
(Ausstellungsstück im Museum of Health & Medicine, Washington) Wikipedia

Ein Artikel aus der Wikipedia der die drei Wellen der Influenza Pandemie
gut beschreibt. Spanische Grippe

Grippe-Trends weltweit verfolgen : mit Google

Andere Meinungen -
"Dagegen wirft der Blog Deutschlandpolitik die Frage auf:
Spanische Grippe von 1918 durch Impfungen verursacht?

Link:
http://deutschlandpolitik.wordpress.com/2009/04/26/spanische-grippe-von-1918-durch-impfungen-verursacht/

Und Leser verweisen auf die Seite von Impfkritik: Leon // 29. April 2009 um 13:53
Blogger schreibt - Textauszug:

" … wird im Zuge der Berichterstattung über die so genannte Schweinegrippe früher oder später sicherlich ein thematischer Vergleich gezogen werden zur Spanischen Grippe … „

Bilderberger-Blättchen schürt weisungsgemäß Panik:

„Über Nacht ist plötzlich von einem weltweiten Seuchenzug die Rede, von einer Pandemie, die mit der Spanischen Grippe von 1918/19 verglichen wird, als Millionen Menschen den Viren zum Opfer fielen. … „ (sueddeutsche.de)
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Soso, „ist die Rede". Wessen Rede?

Peinlich, peinlich:
„Anfang Dezember 2004 stellte das Robert-Koch-Institut (RKI), die höchste deutsche Gesundheitsbehörde für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, nach einem Ausbruch von Virusgrippe in einem Seniorenwohnheim fest:

„Bewohner mit einer zeitgerechten Grippeschutzimpfung hatten die gleiche Wahrscheinlichkeit zu erkranken wie ungeimpfte Bewohner." … „

Link zu Impfkritik

Links auf der Seite: Deutschlandpolitik. . .

Text und Links:
Aktuelle Recherchen zu den historischen Ereignissen finden sich auch unter www.impf-report.de. Einen Auszug aus dem Buch „Swine Flu Expose" von Dr. Eleanor McBean gibt es hier.

Und der SPIEGELblog bringt einen interessanten Artikel über die Verwicklung der US-Gesundheitsbehörde CDC mit der Pharmaindustrie und darüber, wie DER SPIEGEL wieder das willige Sprachrohr jener Interessen spielt. [ Spiegelblog.net]

Link Spiegelblog net:
http://www.spiegelblog.net/das-marchen-vom-schweinegrippevirus-der-spiegel-als-teil-der-ablenkungsmaschinerie.html

Impfreport
http://www.impf-report.de/infoblatt/index.php

Semsakrebsler : Disclaimer beachten..
Dieser Blog dient nicht dazu ein Werturteil abzugeben, daß muß jeder für sich selbst entscheiden und tun, die Zeilen dienen lediglich dazu, Dinge die sind, waren oder werden können nicht aus der Aufmerksamkeit zu verlieren.

Information ist ja in unserer heutigen Informationsgesellschaft das halbe Leben. Nachdenken ist immer gut und es hilft Entscheidungen besser zu fällen.

Unsere Gesundheit ist ein wichtiges Gut, mit dem man achtsam umgehen sollte.
Beispiele, was wäre wenn, haben wir genügend, auch was getan wird und was geschehen ist. Entscheidungen werden so lange es geht am besten von jedem selbst getroffen und müssen hoffentlich nicht von oben diktiert werden.

Gefahr erkennen und Leben erhalten ist besser.
Foto Unicef.

Ein schönes Wochenende vom Semsakrebsler.
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Max Dauthendey : Die Sehnsucht peitscht

Die Sehnsucht peitscht

Die Sehnsucht peitscht mit scharfem Dorn,
Sie reitet mich wild
Und gibt mir den Sporn,
Und ob mein Herz streitet,
Sie macht mir die Hände zu Hufen aus Horn
Und rennt mit mir durch die Wände.

Die Sehnsucht, sie ist wie Salz im Meer,
Die Zunge wird mir bitter,
Und Durst klebt schwer
In Gaumen und Brust.
Und wie der Schaum auf Wellen lebt,
So mir die Sehnsucht am Munde schwebt.
Wie Wellen, die sich erdrücken müssen,
Erdrücken sich meine verlassenen Lippen
In Sehnsucht nach deinen Küssen.

Max Dauthendey (1867-1918)

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Egon Schiele : Bäume

Egon Schieles Bäume:

Egon Schiele : Herbstsonne und Bäume

kleiner Baum im Spätherbst

Pflaumenbaum

untergehende Sonne mit Bäumen

Vier Bäume

und Egon Schiele "Herbstbaum in bewegter Luft".

Egon Schiele wollte sich bei seinen Naturdarstellungen von der abbildenden Methode abwenden und vielmehr die Vision der Natur einfangen. Mit seinen Baumbildern wollte Schiele deren körperliche Bewegung einfangen und erinnert damit an einen menschlichen Körper um Regungen wie Freud und Leid darzustellen. Auch die Farbwahl soll die Gemütsverfassung unterstreichen.

Bilder : Zeno.org

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Egon Schiele

Egon Schiele - Selbstporträt mit Lampionfrüchten

Der Maler Egon Schiele stirbt am 31. Oktober 1918 an der »Spanischen Grippe«

Egon Schiele
* 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau;
† 31. Oktober 1918 in Wien,
war ein österreichischer Maler des Expressionismus.
Er zählt neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Wiener Moderne.

Links:

Zeno.org : Werke von Egon Schiele

Art Direktory Egon Schiele Biografie

Die Weltgrößte Schiele Sammlung in Wien : http://www.leopoldmuseum.org/
Wiki : Leopold Museum

Zu Egon Schiele:
Landschaften gehörten bereits zu den ersten Motiven Egon Schieles. Schon als Kind zeichnet er die Häuserlandschaft von Klosterneuburg vom Fenster seiner Schule aus. 1906 beginnt er sein Studium beim Porträt- und Historienmaler Professor Griepenkerl an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Es entstehen kleinformatige Bilder, zunächst orientiert an impressionistischen Vorbildern. 1907 sucht Schiele die Bekanntschaft Gustav Klimts, eine Zeit lang sein künstlerisches Vorbild. 1909 tritt Schiele aus der Akademie aus und gründet gemeinsam mit Anton Faistauer, Rudolf Kalvach, Franz Wiegele, Albert Paris Gütersloh und Hans Böhler die Neukunstgruppe. Bereits 1910 findet Schiele zu seiner künstlerischen Selbständigkeit. Die Farbe gewinnt an Eigenständigkeit, die Darstellung wird Ausdruckskunst Expressionismus im eigentlichen Sinne: Die Gemälde werden zu Verkörperungen von Seelenzuständen, der Künstler macht »sein Leiden zum Leiden der Allgemeinheit...« (Rudolf Leopold, Egon Schiele, S. 76.)

1911 gewinnt das Malerische, Visionäre an Bedeutung (Tote Stadt III, 1911, Rabenlandschaft, 1911). Mit seiner Lebensgefährtin Wally Neuzil übersiedelt Schiele in die südböhmische Kleinstadt Krumau (heute: Ceský Krumlov). Ihre wilde Ehe und die Tatsache, dass Schiele auch sehr junge Krumauer Mädchen zu Aktstudien heranzieht, stößt auf Widerstand. In der Folge zieht Schiele mit Wally ins niederösterreichische Neulengbach; in einem wahren Schaffensrausch entstehen zahlreiche bedeutende Gemälde, darunter wichtige Landschaften wie Kahle Bäume, Tote Stadt VI, Kalvarienberg oder Herbstbaum in bewegter Luft. Im Herbst 1912 bezieht Schiele ein neues Atelier in Wien und arbeitet bei der Familie Lederer in Györ (Die Brücke, 1913). 1913 entstehen Die kleine Stadt II und Versinkende Sonne sowie Bilder der Kleinstadt Stein an der Donau.

1914/15 malt Schiele erneut in Krumau die großen Häuserbilder. Das Besondere dieser Natur-, Landschafts- und Städtebilder liegt in der Überwindung der topografischen Reportage durch die Verbindung von formaler Gestaltung und symbolischem Gehalt. Häuser werden zu Gesichtern, Landschaften zu Stimmungen der Seele. Gleichzeitig werden die architektonischen und landschaftlichen Motive in ihre geometrischen Grundformen zerlegt. Das Motiv der zum Trocknen aufgehängten Wäsche (Hauswand am Fluss, 1915) bleibt einziges Indiz des Menschen in den sonst unbelebten Naturausschnitten.

1916 kommt es zu weiteren stilistischen Veränderungen. Die Farben werden nun schwächer (Zerfallende Mühle (Bergmühle), 1916), die Zeichnung manierierter, eine formale Beruhigung tritt ein. Eine stärkere Körperlichkeit prägt die Bilder, einzelne Motive werden neu interpretiert (vgl. Häuserbogen, Haus am Fluss). In den darauffolgenden Jahren den beiden letzten seines Lebens entstehen hauptsächlich Porträts. Eines der letzten Landschaftsbilder ist Schieles Vier Bäume aus dem Jahr 1917. ~~Aus Art49.com~~

nach vorne gebeugter weiblicher Akt

Frau mit grünen Strümpfen

der Lyriker

Egon Schiele 1914
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Zitat

Kurt Tucholsky

Die Basis einer gesunden Ordnung
ist ein großer Papierkorb...

Kurt Tucholsky

deutscher Journalist & Schriftsteller,
schrieb u.a. unter den Pseudonymen
'Kasper Hauser', 'Ignaz Wrobel', 'Theobald Tiger', 'Peter Panter'
1890 - 1935

Tucholsky Gesellschaft
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Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke "In tiefen Nächten grab ich dich"


ein wunderbares Gedicht hier ebenso herrlich rezitiert von:
Ulrich Tukur

Text:
In tiefen Nächten grab ich dich, du Schatz.
Denn alle Überflüsse, die ich sah,
sind Armut und armsäliger Ersatz
für deine Schönheit, die noch nie geschah.

Aber der Weg zu dir ist furchtbar weit
und, weil ihn lange keiner ging, verweht.
O du bist einsam. Du bist Einsamkeit,
du Herz, das zu entfernten Talen geht.

Und meine Hände, welche blutig sind
vom Graben, heb ich offen in den Wind,
so dass sie sich verzweigen wie ein Baum.
Ich sauge dich mit ihnen aus dem Raum

als hättest du dich einmal dort zerschellt
in einer ungeduldigen Gebärde,
und fielest jetzt, eine zerstäubte Welt,
aus fernen Sternen wieder auf die Erde
sanft wie ein Frühlingsregen fällt.

Bilder:
Max Klinger 1857 -- 1920
- Opus V, »Amor und Psyche«, Psyche auf dem Felsen
- Opus V, »Amor und Psyche«, Amor kommend
- Am Strande
- Arbeit, Wohlstand, Schönheit, Entwurfsskizze
- Arbeit, Wohlstand, Schönheit, Entwurfsskizze_01
- Arbeit, Wohlstand, Schönheit, Entwurfsskizze_02
- Arbeit-Wohlstand-Schönheit, Detail
- Die Blaue Stunde
- Meeresgötter in der Brandung
- Opus I, »Radierte Skizzen«, Siesta II
- Opus II, »Rettung Ovidischer Opfer«, Apollo und Daphne II
- Opus III, »Eva und die Zukunft«, Eva
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Mittwoch, Oktober 28, 2009

Francis Bacon

Francis Bacon

* 28. Oktober 1909 in Dublin; † 28. April 1992 in Madrid war ein irischer Maler.

Bacon gehört zu den bedeutendsten gegenständlichen Malern des 20. Jahrhunderts.
In seinem Werk setzt er sich vornehmlich mit der Darstellung des menschlichen Körpers auseinander.

Die Entstellungen, die Deformationen und die teils amputierten Glieder sind Ausdruck
alltäglicher Gewalt. Reduziert auf ihre bloße Kreatürlichkeit stehen Bacons Figuren für eine Existenz ohne Sinn und Erlösung.

Selbstporträt

Head iv

zwei Figuren im Gras
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Hugo Ball - Skizze

Hugo Ball

Skizze

Am schwarzverhängten Himmelstor
Steht breit der helle Mond
Und sorgt für Gottes-Ruh.

Wolken ungeheuer, tauchen auf.
Perlmutterschuppig. Sie glotzen
Den Wächter dumm an und schleichen
Sich heimtückisch an ihm vorbei.

Erdunten, wo die Menschen schlafen
In dunklen Hütten, jagt Frau Nacht
Mit Silberlanzen auf Schattenwild.

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Hugo Ball - Der blaue Abend

Hugo Ball

Der blaue Abend

Es wettert Lichtkomplex vom Himmel auf die Straßen,
Aus Fensterfronten wandeln hoch die blauen Huren.
Oh holde Stunde sanfter Mädchennasen,
Oh Unisono und Zusammenklang der Turm- und Taschenuhren!

Der Mond steigt in die Rundung metaphysisch höher,
Ein Pferd macht müde sich's bequem in einem Vogelneste.
Verzückt entschwebt dem Volk ein violetter Seher,
Und schwarzer Violinklang tönt aus dem Asbeste.

Glasbläserei und Kuppel weißer Bögen,
Wölbt hoch euch aus dem Lichtkreis dieser Stadt!
Es ist, als ob aus Finsternis viel Tränen zögen
Und kranken Gottes Haupt erglänzet matt.

Es lehnen sich die Häuser blond zurücke.
Sind Türme weiße Engel, die entschweben.
Vom Himmel stürzt zur Hölle eine Brücke,
Auf der die Toten händeringend kleben.

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Donnerstag, Oktober 15, 2009

Franz von Stuck, zwei Tänzerinnen

Franz von Stuck, zwei Tänzerinnen
Zeno.org

Als Sohn eines Dorfmüllers besuchte Franz Stuck die Kunstgewerbeschule und die Akademie in München. Dort suchte er abseits vom traditionellen Lehrstil neue Techniken und Ausdrucksformen und gründete 1892 mit Wilhelm Trübner die „Münchner Sezession".

Ab 1895 war Stuck Professor an der Akademie und unterrichtete unter anderem Wassily Kandinsky, Paul Klee, Josef Hengge, Georges Kars, Paul Stollreither und Heinrich Strieffler.
1906 wurde er mit dem Verdienstorden der Bayerischen Krone ausgezeichnet und erhielt den Adelstitel.

Franz von Stuck

* 23. Februar 1863 in Tettenweis, Landkreis Passau, Niederbayern;
† 30. August 1928 in München, war ein deutscher Maler und Bildhauer.

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Staatsgalerie Stuttgart : Info

Staatsgalerie Stuttgart


»Flaming June«
von Frederic Lord Leighton zu Gast in der Staatsgalerie

Mit 12 Leihgaben für die Edward Burne-Jones-Ausstellung wurde das berühmte Gemälde aus dem Museo de Arte de Ponce in Puerto Rico in der Staatsgalerie angeliefert. Dieses Werk ist nun neben den drei Versionen der »Iphigenie« von Anselm Feuerbach zu sehen.

http://www.staatsgalerie.de/album/1/
::.

ArtWork

Omega Centauri - Computergrafik
[©Ŧ GdC ::.]

Hermann Hesse : Beim Lesen in einem alten Philosophen

Beim Lesen in einem alten Philosophen

Was gestern noch voll Reiz und Adel war,
Jahrundertfrucht erlesener Gedanken,
Plötzlich erblaßt's, wird welk und Sinnes bar
Wie eine Notenschrift, aus deren Ranken

Man Kreuz und Schlüssel löschte; es entwich
Aus einem Bau der magische Schwerpunkt; lallend
Wankt auseinander und zerlüdert sich,
Was Harmonie schien, ewig widerhallend.

So kann ein altes weises Angesicht,
Das liebend wir bewundert, sich zerknittern
Und todesreif sein geistig strahlend Licht
In kläglich irrem Fältchenspiel verzittern.

So kann ein Hochgefühl in unsern Sinnen
Sich, kaum gefühlt, verfratzen zu Verdruß,
Als wohne längst schon die Erkenntnis innen,
Daß alles faulen, welken, sterben muß.

Und über diesem eklen Leichentale
Reckt dennoch schmerzvoll, aber unverderblich,
Der Geist voll Sehnsucht glühende Fanale,
Bekriegt den Tod und macht sich selbst unsterblich.

Hermann Hesse

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